"Zwangs"-Wiedervereinigung

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges warteten die Vereine darauf, wieder Sport treiben zu können. Im Dezember 1946 war es dann soweit. Die Militärregierung hatte allerdings angeordnet, dass in Schöppenstedt nur ein Verein zugelassen wurde. Der damalige und letzte 1. Vorsitzende des SSV von 1919, Fritz Gold, berief am 23. 12. 1946 eine Versammlung ein in der Gastwirtschaft "Zur Deutsche Eiche" bei Willi Jacobs, zu der auch der Vorstand und die Mitglieder des MTV eingeladen worden waren. Achtzig (!) sportbegeisterte Mitglieder beider Vereine nahmen an dieser Versammlung teil und gründeten den "Neuen Sportverein", sprich den Turn- und Sportverein (TSV) Schöppenstedt. Als Vereinsfarbe wurde Grün-Weiß-Rot gewählt; Rot-Weiß aus den Farben des MTV, Grün-Weiß aus denen des SSV.

Fritz Gold wurde 1. Vorsitzender des TSV, Heini Eickhoff wurde Hauptsportwart und Wilhelm Herbst Hauptjungendwart. Diese drei Vorstandsmitglieder mussten allerdings noch von der Militärregierung überprüft und bestätigt werden. Paul Schmidt wurde 2. Vorsitzender, Erich Köchy 1. Kassierer, Arno Ruhe 2. Kassierer, Rudi Geyer wurde Schriftführer, Walter Cruse Ballwart und Hermann Thiele Gerätewart. In dem neuen Verein sollten unter Obmann Hans Erhard Leichtathletik und unter Obmann Walter Rabe Geräteturnen betrieben werden. Unter Obmann Erich Debert sollte Fußball gespielt werden. Außerdem waren Gymnastik, Handball für Männer und Frauen, Schwimmen, Kegeln und Tischtennis vorgesehen. Als Betreuer der Fußballjugend wurde Heinz Basemann gewählt, als Leiterin der Damenabteilung Frau Blume.

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